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Fundstück: Feminismus, Kapitalismus und die Verherrlichung der Arbeit
verfasst von: Björn Láczay am 02.03.2009, 10:22 Uhr
sozial
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In einem Interview mit der Zeit bringt der Sozialforscher Neil Gilbert das Dilemma mit dem Geschwätz von der Sinnstiftung durch Erwerbsarbeit auf den Punkt: "Wenn die Angehörigen der interessanten Berufe über die Freuden und die Bereicherung durch Arbeit schreiben und reden, sollten sie zugeben, dass sie ihre Arbeit meinen."
Gilberts Aussagen sind vordergründig nur eine Kritik am "feministischen Ideal" der Karrierefrau, aber die selten ausgesprochene Wahrheit, dass es eine bessergestellte Elite ist, die ihre angenehmen Erfahrungen an der Spitze der Arbeitswelt auf den Rest der Bevölkerung projiziert, gilt für männliche Karrieren ebenso. Pflichtlektüre für Kampfemanzen, Grundeinkommensgegner und andere Fans der sinnentleerten Schufterei.
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